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Illustrieren mit PowerPoint - Teil 1

Aktualisiert: 18. Okt. 2021

Wie kann ich meine PowerPoint-Präsentation mit wenig Aufwand persönlicher gestalten? Und wie kann ich das so machen, dass meine Präsentation dabei professionell wirkt, auch wenn ich keine Grafikerin bin? Ich zeig dir eine Methode, die du ganz leicht nachmachen kannst: Wir machen Emojis direkt in PowerPoint.


einfache Emojis in unterschiedlichen Farben
© Barbara Andrä

Besonderes Publikum verdient besondere Präsentationen! Vielleicht warst du schon mal in einer Situation, in der du dir gedacht hast: „Ah, für die Präsentation morgen würd ich gern meine PowerPoint-Folien aufpeppen. Wenn ich nur gut zeichnen könnte oder ein ordentliches Grafik-Programm hätte, dann könnt ich was richtig Cooles machen!“


Aber ehrlich gesagt, brauchst du weder Talent zum Zeichnen noch besondere Software um eine Präsentation zu erstellen, die in Erinnerung bleibt. Verwende doch einfach selbst gemachte Emojis um dein Publikum zu beeindrucken. Ich zeig dir, wie das geht. So entsteht zum Beispiel ein grantiges Quadrat:

  1. PowerPoint öffnen Öffne PowerPoint und füge zum Üben am besten eine ganz leere Folie ein.

  2. Form auswählen Klicke auf der Registerkarte Start auf Formen und wähle eine Form aus, mit der du arbeiten möchtest. Für unsere Übung brauchen wir ein Quadrat. Wähle dazu das Rechteck (ohne abgerundete Ecken) aus und halte, während du es irgendwo auf deiner Folie aufziehst, die Shift-Taste gedrückt – so bleibt es immer quadratisch.

  3. Form ausrichten Klicke jetzt auf der Registerkarte Formformat auf Ausrichten und lass deine Form horizontal zentrieren. Das wirkt jetzt überflüssig, aber du wirst nachher noch sehen, warum das praktisch ist. Versprochen!

  4. Form gestalten Ebenfalls auf der Registerkarte Formformat kannst du deine Form im Bereich Formenarten jetzt ausgestalten. Du kannst hier z.B. die Füllfarbe für deine Form (also die Farbe für den Innenbereich der Form) oder die Farbe der Kontur (also des äußeren Rahmens) wählen. Außerdem kannst du die Stärke und Art deiner Kontur auswählen. Vergewissere dich dabei immer, dass das Objekt, das du gestalten möchtest, auch aktiv (also angeklickt) ist. Für unsere Übung wähle ich keine Füllfarbe, mache die Kontur dunkelblau und gebe ihr eine Stärke von 2 ¼ Pt.

  5. Weitere Formen hinzufügen und gestalten Das Quadrat wird unser Gesicht. Um ihm noch Augen und einen Mund zu geben, brauchen wir aber noch mehr Formen und Linien. Weil wir in diesem Fall ein grantiges Gesicht gestalten möchten, machen wir jetzt folgendes: Wir fügen einen kleinen Kreis als Auge und einen Strich als Augenbraue ein und gruppieren die beiden. Um einen Kreis einzufügen, kannst du aus der Formenauswahl die Ellipse wählen und wieder die Shift-Taste gedrückt halten, während du sie aufziehst – so bleibt sie kreisrund. Dann wählst aus der Formenauswahl die gerade Linie (ohne Pfeil) und ziehst sie schräg über den Kreis. Für unsere Übung wähle ich für den Kreis und die Linie dieselbe Farbe wie zuvor für das Quadrat, beim Kreis entferne ich die Kontur.

  6. Formen gruppieren Damit sich der Abstand zwischen Kreis und Strich nicht mehr verändern kann, fassen wir die beiden zu einer Gruppe zusammen. Dazu markierst du beide (indem du die Shift-Taste gedrückt hältst, kannst du mehrere Objekte markieren) und klickst auf der Registerkarte Formformat auf Anordnen und dort auf Gruppieren.

  7. Formen kopieren und spiegeln Um zwei symmetrische Augen zu erhalten, kopierst du die Gruppe am besten (entweder mittel Rechtsklick kopieren und Rechtsklick einfügen oder mit den Tastenkombinationen Strg+C und Strg+V). Danach wählst du deine Kopie aus, klickst im Anordnen-Menü (da, wo du ach gruppiert hast) auf Drehen und wählst Horizontal spiegeln aus.

  8. Formen ausrichten Nimm jetzt die duplizierte Gruppe und positioniere sie mit Hilfe der automatischen Hilfslinien horizontal parallel zur ersten Gruppe. Wenn du das erledigt hast, fasse die beiden Gruppen zu einer zusammen, indem du sie im Anordnen-Menü gruppierst. Markiere jetzt die neue Gruppe und zentriere sie horizontal, wie wir das zu Beginn mit dem Quadrat gemacht haben. Jetzt sollte das Augenpaar in der Mitte des Quadrats sein (deshalb haben wir das zu Beginn so gemacht).

  9. Einen Bogen einfügen Such jetzt den Bogen in der Formauswahl und füge ihn in deine Folie ein. Mit dem grauen Pfeil am oberen Ende der Formauswahl kannst du ihn in deine gewünschte Position drehen (wir wollen einen Mund mit herabgezogenen Mundwinkeln). Wenn du die gewünschte Position erreicht hast, kannst du die Kontur formatieren. Ich nehm wieder dunkelblaue Farbe und eine Konturstärke von 2 ¼ Pt.


Das war’s! Wir sind mit unserem ersten simplen Emoji fertig. Gut gemacht! Ich hoffe, du bist mit deinem ersten Werk zufrieden. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du jetzt noch alle Elemente markieren und zu einer großen Gruppe zusammenfügen. Dann heißt’s weiter ausprobieren und üben. Dazu noch ein Tipp für dich:


Mach dir, bevor du mit der Arbeit beginnst, immer eine Skizze von deinem Emoji. Das klingt banal, aber es kann dir viel Zeit sparen. Es ist einfacher die richtigen Formen und Striche auszuwählen und zu bearbeiten, wenn man genau vor sich sieht, was man braucht.


Das Wichtigste ist aber eigentlich: Mach, was dir Spaß macht!