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Illustrieren mit PowerPoint - Teil 3

Du willst deine PowerPoint-Präsentationen mit fließenden Formen und schemenhaften Darstellungen aufwerten? Dann ist Silhouetten-Zeichnen vielleicht genau das Richtige für dich!


Silhouetten zeichnen mit PowerPoint
© Barbara Andrä

In den ersten beiden Teilen der PowerPoint-Reihe haben wir Avatare und Emojis aus Formen konstruiert. Der große Unterschied beim Erstellen von Silhouetten ist, dass wir tatsächlich zeichnen und eben nicht mehr konstruieren. Das ist ein bisschen herausfordernder, aber mit ein wenig Übung immer noch leicht zu meistern. Und keine Angst: Du musst eigentlich gar nicht zeichnen können.


Weil wir Silhouetten gestalten indem wir Fotos nachzeichnen, gibt’s diesmal keine exakte Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern eher ein paar grundsätzliche Tipps, die du nach Lust und Laune anwenden kannst. Los geht’s!


Foto auswählen Such dir als erstes ein Bild aus, das du nachzeichnen möchtest. Achte dabei darauf, dass dein Motiv möglichst freistehend zu sehen ist. Tipp: Auch eine gute Foto-Auflösung schadet nicht.


Kurvenwerkzeug verwenden Wenn du dein Foto ausgewählt und in deine Präsentation eingefügt hast, kannst du mit dem Nachzeichnen beginnen. Verwende dazu am besten das Kurvenwerkzeug. Du findest es im Menüpunkt Start unter Formen. Damit muss man zwar ein bisschen üben, aber dafür kann auch komplexere Formen sehr genau nachbilden. Genau wie bei den Formen kannst du auch hier die Kontur und Fläche bearbeiten. Solltest du mal einen Punkt an einer ungeeigneten Stelle gesetzt haben, kannst du ihn einfach durch Drücken der Entf-Taste wieder löschen. Tipp: Verwende die Pipette, wenn du eine Farbe direkt aus deinem Foto übernehmen möchtest.


Auswahlbereich einblenden Beim Nachzeichnen kommt sehr viel darauf, wie Ebenen übereinander geschlichtet werden. Blende also unbedingt den Auswahlbereich ein. Das hilft dir auch dein Foto immer wieder in den Vordergrund zu legen, um besser nachzeichnen zu können.


Ins Bild zoomen Um dein Bild möglichst genau nachzeichnen zu können, hilft es, die Zoom-Funktion rechts unten zu verwenden. Zoome soweit es geht in dein Bild, denn auch wenn du im Kleinen den Eindruck hast, dass deine Silhouette gut aussieht, kann es sein, dass später – wenn du sie z.B. groß auf eine Wand projizierst – kleine Fehler zum Vorschein kommen. Zwischendurch mal genauer hinzusehen, hilft dir, das zu vermeiden.


Formen nachbearbeiten Du wirst feststellen, dass es hin und wieder vorkommt, dass das Kurvenwerkzeug nicht genau das macht, was du gerne hättest. Kurven können z.B. zu eng oder zu weit ausfallen. Solche Kleinigkeiten kannst du leicht ausbessern, indem du einzelne Punkte deiner Zeichnung veränderst. Gehe dazu im Formformat-Menü auf Form bearbeiten und klicke auf Punkte bearbeiten. Jetzt kannst du einzelne Punkte deiner erstellten Freiform verschieben oder den Kurvenradius mit Hilfe der weißen Hebel an jedem Punkt verändern. Tipp: Wenn du Gegenstände nachzeichnen möchtest, ist es manchmal sogar einfacher die üblichen Formenwerkzeuge (z.B. Rechteck oder Kreis) zu verwenden.


Es muss nicht ganz genau sein Du wirst sehen, dass es sich auszahlt beim Nachzeichnen nah an deinem Foto zu bleiben. Aber: hin und wieder wirken fotoexakte Konturen in einer Zeichnung auch übertrieben und unnatürlich. Behalte deshalb das große Ganze im Blick und bessere – wo nötig – noch ein bisschen nach.


Gruppieren nicht vergessen Vergiss am Ende deiner Arbeit nicht die einzelnen Teile deiner Silhouette zu gruppieren, damit sie beim Gestalten deiner Präsentation nicht verrutschen können.


Darstellung mit oder ohne Foto Wenn du deine gestalterische Arbeit abgeschlossen hast, musst du noch eine Sache entscheiden: Möchtest du deine Silhouette freistehend in deine Präsentation einbauen, oder möchtest du dein Foto als Hintergrund behalten? Beides kann gut aussehen. Das bleibt ganz deinem Geschmack überlassen.



Wie du sicher schon bemerkt hast, ist das Arbeiten mit dem Kurvenwerkzeug zu Beginn ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Gib nicht auf! Wenn du mal herausgefunden hast, wie du es am besten für deine Zwecke verwenden kannst, ist es wahnsinnig hilfreich und bietet dir viele Freiheiten.


So, jetzt hast du mit Emojis, Avataren und Silhouetten schon einige Möglichkeiten deine PowerPoint-Präsentationen mit personalisierten grafischen Elementen zu veredeln und dein Publikum zu beeindrucken. Falls du doch noch mehr brauchst, sag einfach Bescheid. Bis dahin: Viel Spaß beim Ausprobieren.