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Pixel-Art mit MS Paint

Warum nicht ein Programm nutzen, das auf so ziemlich jedem Computer installiert ist, um was Witziges mit Retrocharme zu machen? MS Paint kann zwar nicht viel, aber für Retroprojekte ist es prädestiniert!


Pixel-Dino und Pixel-Melone

Wenn du einen Windows-PC hast, hast du auch Paint - das war immer schon so. Schon in der ersten Ausgabe von Windows 1985 war es im Paket mit dabei. Paint ist ein Klassiker, der schon öfter mal totgesagt wurde. Aber: Totgesagte leben ja bekanntlich länger, und deshalb können wir uns auch heute noch damit vergnügen.


Weil das klassische Paint nicht über allzu viele Funktionen verfügt und auch sonst den Flair der 80er Jahre versprüht, machen wir heute was, das aus einer ähnlichen Zeit stammt: Pixel-Art. Der Begriff stammt aus dem Jahr 1982, wo er im Xerox Palo Alto Research Center zum ersten Mal verwendet wurde. Die hochgradig verpixelte Darstellung von Bildern gab's aber natürlich schon viel früher. ;)


Und jetzt: Genug vom Hintergrundwissen. So gestaltest du Pixel-Art in MS Paint:


First things first: Öffne Paint Falls du dich schon gewundert hast: Du findest dein Malprogramm unter Windows-Zubehör, irgendwo zwischen dem Editor und Wordpad - ja, die gibt's auch noch.


Ordentlich reinzoomen Sobald du das Programm geöffnet hast, siehst du eine leere Arbeitsfläche vor dir. Damit das mit den Pixeln später gut funktioniert, schiebst du den Zoomregler in der Statusleiste am besten gleich mal auf 800%.


Raster einblenden Pixelbilder sind Rastergrafiken, deshalb arbeiten wir auch mit einem. Unter dem Menüpunkt Ansicht, kannst du die Gitternetzlinien einblenden. Die werden dir beim Malen sehr behilflich sein.


Vorlage bereithalten Wenn du das zum ersten Mal machst, ist es wahrscheinlich nicht schlecht, eine Vorlage zu haben, nach der du arbeiten kannst. Ich zumindest hab erst einen Versuch gebraucht, um ein Gefühl für die Pixel und die Dimensionen zu bekommen.


Pixel-Art-Sternchen
So sieht das aus, wenn du mit dem Radiergummi malst.

Raster ausmalen Jetzt hast du zwei Optionen. Du kannst mit dem Bleistiftwerkzeug malen, dann ist in der niedrigsten Strichstärke jeder Punkt, den du machst, genau einen Pixel (oder ein Rasterfeld) groß. Oder du kannst dich dafür entscheiden mit dem Radiergummi zu malen. Wie du im Bild siehst, sind deine Punkte dann in der niedrigsten Strichstärke 4x4 Pixel groß - und damit etwas besser zu sehen. Vorsicht mit den Farben: Das Bleistiftwerkzeug mal mit der ersten Farbe, der Radiergummi aber mit der zweiten! Alle Werkzeuge und Einstellungsmöglichkeiten für diesen Arbeitsschritt findest du im Menüpunkt Start.


Tipp: Für geschlossene Formen kannst du zum Ausmalen den Fülleimer verwenden - auch wenn du eine Freiform gestaltet hast.


Raster ausblenden Wenn du fertig bist, kannst du die Gitternetzlinien wieder ausblenden und dein Kunstwerk ganz ohne Konstruktionsraster bewundern.


Datei abspeichern Ein bisschen traurig wird's beim Abspeichern: Paint bietet da zwar einige Dateiformate an, auf die Größe der Datei hast du aber keinen Einfluss. Weil du ja mit 800% Zoom gearbeitet hast, werden deine Zeichnungen beim Abspeichern evtl. recht klein sein. Kann sein, dass du mit einem Screenshot der Arbeitsfläche besser dran bist.


Pixel-Art-Stern fertig
Ohne seinen Raster wirkt der Stern gleich ein bisschen fröhlicher.

Wie du siehst, ist es eigentlich ganz einfach ein paar simple Retrozeichnungen mit Paint zu erstellen. Konzentrieren muss man sich aber trotzdem - immerhin zählt ja jeder einzelne Pixel.


Zum Schluss noch ein bisschen Klugscheißerinnen-Wissen für dich: Was du auf meinen Bildern siehst, ist nicht-isometrische Pixel-Art - das heißt, sie ist nicht 3D. Es gibt aber natürlich auch eine isometrische Variante. Mit ein bisschen Übung geht auch das ganz leicht...